+43 (0)664 88 37 42 79 appzurlehre@ibisacam.at

Da Applikationsentwicklung – Coding auch sehr viel Kreativität fordert, werden unsere Teilnehmer auch in diesem Bereich gefördert. Bei verschiedensten Übungen wird dieser Part unterstützt.

 

Hier ein Beispiel:

Bauen

Die Trainees müssen etwas bauen, ganz egal was es ist. Ihrer Kreativität ist dabei keine Grenze gesetzt. Allerdings dürfen sie dabei nicht miteinander sprechen und schreiben. Sie dürfen nur gestikulieren und zeichnen. Das ist dabei raus gekommen.

Liebe Leserin, Lieber Leser, wir haben einen sehr wortgewandten jungen Mann in unserer Ausbildung, der in seiner Freizeit gerne Bücher liest und schreibt. Eine sehr außergewöhnliche und lesenwerte Kurzgeschichte, von unserem Multitalent Norbert Vicovan zum Thema Krativität.

Während meiner Fahrt sehe ich ein hübsches Mädchen, etwa in meinem Alter. Meine Augen blicken vorsichtig, nicht direkt, alles diskret. Sie trägt sie ihre blonden Haare offen, sie sind glatt und voller Volumen, wie ein Model aus einer Shampoowerbung. Sie hat slawische Gesichtszüge und ihre Augen sind blau. Ihre Ausstrahlung zieht mich an, als wäre sie die Erde und ich der Mond. Unsere Augen treffen sich für ein paar Sekunden, sofort schauen wir beide in eine anderen Richtung. Mein Puls steigt. Um mich herum blenden meine Augen alles aus, nur sie sehe ich scharf. Meine Ohren schalten Nebengeräusche aus. Sie reagiert als erster und kommt näher zu mir, es passiert nichts, doch wir denken beide das Gleiche. Mit ihrem ersten Schritt eröffnet sie mir die Türe, zu vielen Möglichkeiten. Sie überlässt mir den weiteren Ablauf. Es ist sehr ungewohnt jemanden Fremden in der U-Bahn anzusprechen. Deshalb benutze ich meinen Kopf um schnell und intelligent zu handeln. Wegen dem harten Training, im Militär und meines Instinkts, kann ich in solchen Situationen in kürzester Zeit, einen Ausweg finden. Einen Plan generieren und auch durchsetzten. Mit den Ressourcen steht es nicht gut, ein Dutzend Euros und ein paar Kupfermünzen. Es reicht aus für ein Eis mit zwei Kugeln. In drei Stationen könnten wir aussteigen, um zum Eissalon zu gelangen und einen ruhigen Platz zu finden. Gut alles vorbereitet, jetzt muss ich nur noch den Plan ausführen. Für einen Moment schließe ich meine Augen, so als müsste ich gleich aus dem Flugzeug, rausspringen. Entschlossen hier und jetzt, mit der Möglichkeit hier eine Abfuhr zu bekommen, gehe ich zu ihr hin und spreche sie an.

 

Er meint es ernst, er zittert nicht und schaut mir direkt in den Augen, und blickt nicht wild herum. Seine Einladung hat er auf einer sehr vertraulichen Art ausgesprochen, als würden wir uns schon seit langer Zeit kennen. Wer ist er? Wie kann er so mutig sein? So viele fragen, ich will ihn kennenlernen. Warum auch nicht, der Tag ist noch Jung und solange ich mich bei ihm sicher fühle, vertraue ich ihm. Er ist auf seiner Art attraktiv. Vielleicht erfahre ich mehr, wenn ich mich darauf einlasse. Ich antwortete ihm, und sofort lächelte er, nicht übertrieben aber sehr merkbar. Er kann sich benehmen und achtet darauf, was und wie er spricht. Faszinierend ist, dass er über alles nachdenkt, sogar über seine Bewegungen, nichts wird unnötig gemacht. Ich werde von seiner offenen Aura angezogen wie ein Magnet. Unsere Gespräche laufen sehr gemütlich, nicht gezwungen. Wir erzählen uns von dem heutigen Tag und wo wir arbeiten. Ich erzählte ihm, dass ich eine Friseurin bin und auf dem nach Hause weg bin und ich erwähnte auch das ich in einem Verein, Volleyball spiele. Er erzählte mir, dass er ein Ausbildung zum Programmierer macht und das er dort intensiv lerne, um ein Meister zu werden, so wie sein Meister. Während wir zum Eissalon spazierten, berührten sich unsere Hände einige Male, ich bekam Stromstöße. Er erzählte mir über seine Hobbys. Er liest viel. Er ist auch sportlich, aber er trainiert nicht im Fitnessstudio, diente als Soldat, sprach aber nicht viel davon. Ob er im Krieg war? Hat er jemandem getötet? Ich konnte nicht mehr, ist das Liebe auf dem ersten Blick? Er ist so interessant, seine Art, sein Lachen, ein einzigartiger Mensch. Er ist normal angezogen, es sind jetzt nicht unbedingt Markenkleider, er ist aber sauber und gewaschen. Aber vorhin hat er mir Eis nur mit zwei Kugeln gekauft, ist er geizig oder hat er kein Geld? Stört mich nicht weiter, ich bin an seiner Person interessiert. Eigenartig wir sind schon fast zwei Stunden zusammen und haben uns noch nicht mal vorgestellt, wir mussten beide darüber lachen. Er heißt Norbert, ich nannte ihm meinen, Anastasija. Es wurde Persönlicher, wir setzten uns auch, auf einer Wiese nahe der Albertina. Auch andere Menschen sind auf dem Rasen, aber jeder hat seine Privatsphäre. Da wir uns sehr eng beinander setzten, merkte ich, wie gut und männlich er riecht. Er ist müde, nach einem harten Tag war ich auch etwas müde. Aber unsere Berufe unterschieden sich sehr. Nach einer weile legte er sich nieder. Ohne aufgefordert zu werden, legte ich mich auch hin. Es machte ihm nichts aus. Ich spüre seine Wärme und kuschelte mich an seiner Brust, ich fühlte mich geborgen. Wir sprechen nicht mehr, wir genießen den warmen Nachmittag. Wir hören Gespräche und Fahrzeuge aus der Ferne, es hatte nichts mehr mit uns zu tun. Wir fliegen auf Wolke sieben. Ich lege mich auf und schaue in seinen Augen, die braun fast schwarz sind. Mein Herz fängt an zu pochen.

 

Ich schaue Anastasija an und weiß nicht mehr weiter, ich habe viel Kraft am Anfang verbraucht, was später auf mich zukommt, daran hab ich nicht gedacht. Wie in Zeitlupe bleibt alles stehen, sie bewegt ihren Kopf immer näher, an meinen. Ihre Lippen haben meine Lippen als Ziel. Der Teil hier ist nicht geplant. So was kann man nicht planen, man darf nichts erzwingen, einfach den natürlichen Lauf genießen. Ich spüre ganz aus der Tiefe neue Kräfte, helfe ihr und lass sie nicht alleine. Sie schließt ihre Augen, ich daraufhin auch. Sie kommt auch mit ihrem Körper nach. Sie klammert sich, an mich, mit ihren Händen. Ich beginne ihre Haare, zu streicheln, und spüre ihre sanften Lippen und freue mich schon auf dem Geschmack.

 

Als hätte mich jemand mit einem Stromschlag geweckt, wachte ich in der Realität auf. Anastasija!!! Es ist zu spät. Es war alles nur ein Traum. Mürrisch stand ich auf und schaute auf der Uhr, in fünf Minuten hätte der Wecker geläutet. Wütend und zerschlagen, schaltete ich meinem Laptop ein. Denn gleich beginnt der Kurs wieder und ich muss online kommen.

 

Fortsetzung über das Arbeiten mit Visual Studio